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TEST Zepto Znote SL120
Schmuckes Fliegengewicht aus Dänemark
von Ronald Tiefenthäler am Di, 01.11.2005



Unser Fazit:

Bild: Notebookjournal.de/RT
Zepto Znote SL120: Ohne Zweifel - schickes Outfit.
Das Znote SL120 der dänischen Firma Zepto präsentiert sich mit einem Gerätegewicht von nur 1,25 Kilogramm als echter Ultraportable. Die Vorzüge des Zepto Znote SL120 liegen bei den ultrakompakten Abmessungen und dem dennoch stabilen Chassis. Pluspunkte kann der Notebookknirps bei den Eingabegeräten verbuchen, in den übrigen Gerätedisziplinen muss der Kleine aber Federn lassen. Das 12-zöllige Display des Zepto Znote SL120 bietet nur eine geringe Auflösung von 1.024 x 768 Pixel, ist inhomogen ausgeleuchtet und weist eine deutliche Farbstichigkeit in Richtung der Farbe Rot (Rosa) auf.

Wie beim Samsung Q30 Jamie gibt es ein optisches Laufwerk nur als externe Lösung. Vorteil: Das Handgepäck wird nur bei Bedarf mit zusätzlichen 0,34 Kilogramm belastet. Nachteil: Für mobilen Multimediagenuss von CDs und DVDs sollte man das Laufwerk nicht daheim vergessen. Bei der Akkulaufleistung muss der Anwender beim Zepto Znote SL120 mit einem sehr geringeren Mobilitätsfaktor auskommen: Gerade einmal 1,5 Stunden hält der Zwerg mit Akkustrom durch. Für einen Ultraportable mit hohem Nutz- und Mobilitätsfaktor ist das schlichtweg indiskutabel. Die magere Hauptspeicherausstattung mit einer Kapazität von gerade

Bild: Notebookjournal.de/RT
Zepto Znote SL120: Noch leichter geht es kaum mehr!
einmal 256 MByte und die recht kleine Festplatte mit 40 GByte Kapazität lassen beim praktischen Nutzwert ebenfalls keine Begeisterungsstürme aufkommen.

Sein hoher Preis von derzeit rund 1.800 Euro inklusive kostenlosem Zweitakku dürfte es dem Zepto Znote SL120 erschweren, trotz seiner schmucken Erscheinung eine echte Erfolgsgeschichte zu schreiben. In dieser Preisklasse tummeln sich auch andere attraktive leichtgewichtige Subnotebooks. Das Zepto Znote SL120 eignet sich mit großen Abstrichen bei der Mobilität als ultraleichte Reisebegleitung für Design-bewusste Gutbetuchte.

Schmucke und flache Hülle
Das Zepto Znote SL120 punktet beim Ersteindruck mit seiner schmucken und flachen Bauform. Nur 28,9 x 2,0-2,4 x 23,2 Zentimeter misst das Zepto Znote SL120 und ist damit wohl

Bild: Notebookjournal.de/RT
Zepto Znote SL120: Leichte und sehr stabile Kunststoffhülle.
eines der flachsten Ultraportables überhaupt. Die Höhe ist natürlich wie üblich von der Tisch- bis zu Oberkante des Notebooks inklusive der kleinen Gummifüße gemessen. Auch beim Gewicht präsentiert sich das Zepto Znote SL120 mit nur rund 1,25 Kilogramm inklusive Mini-Lithium-Ionen-Akku als mobiles Leichtgewicht. Subjektiv wirkt der Winzling sogar noch dünner als Samsungs Q30, ist aber immerhin 150 Gramm schwerer.

Der LCD-Deckel erweist sich trotz seiner sehr flachen Bauform als erstaunlich stabil. Weder beim Neigen und Kippen des Displays noch beim leichten Fingerdruck auf den rückwärtigen LCD-Deckel zeigen sich auf der Panelseite Bildstörungen – klasse! Aber auch das flache, matt glänzende titanfarbene Kunststoffgehäuse macht einen stabilen und hochwertigen Qualitätseindruck. Die Verarbeitung ist tadellos, das Design ist sehr gefällig. Kurzum: Wir finden das Zepto Znote SL120 bei der Gehäusebewertung her zum Anbeißen.

Auch die stabil wirkende und in hellem Grau gehaltene Tastatur des Zepto Znote SL120 bietet keinen Grund zur Klage. Zwar hat das Znote SL120 „nur“ 83 Tasten, diese vermitteln aber haptisch ein subjektiv kommodes

Bild: Notebookjournal.de/RT
Zepto Znote SL120: Stabile Tastatur mit angenehmem Tippgefühl - prima!
Schreibgefühl. Trotz der beengten Tastaturverhältnisse bleibt die Eingewöhnungsphase wohl kurz, da das Zepto Znote SL120 über ein klassisches Tastaturlayout verfügt. Lediglich die um eine Taste nach links versetzte Entf-Taste rechts oben provoziert anfangs den einen oder anderen Tippfehler. Die Tastatur des Zepto Znote SL120 hinterlässt bei den Testredakteuren einen für diese Geräteklasse durchwegs positiven und qualitativ hochwertigen Eindruck. Zwei durch den Anwender individuell zu programmierende Zusatztasten und einen zusätzlichen Schiebeschalter zum bequemen An- und Abschalten des WLAN-Moduls gibt es beim Zepto Znote SL120 ebenfalls.

Kassenüblich zeigt sich das Mini-Touchpad des Znote SL120. Von den Abmessungen her ist das Touchpad allerdings minimal

Bild: Notebookjournal.de/RT
Zepto Znote SL120: Der neckische Notebook-Slip ist ab Werk dabei.
kleiner als vergleichbare Pendants. Beim Navigieren mit dem Mausfinger überrascht das Touchpad mit Agilität, der Mauszeiger lässt sich präzise führen. Die beiden Pad-Tasten sind optisch vorzüglich als Touchpadrahmen ausgeführt. Natürlich wirken diese Padtasten-Platten aus Kunststoff nicht so hochwertig wie die Metallausführung diverser Konkurrenzmodelle. Die Geräuschentwicklung der beiden kurzhubigen Padtasten beurteilen wir dabei als klassenüblich.

Unterm Strich präsentiert sich das Zepto Znote SL120 bei der Gehäuse- und Eingabegeräte-Bewertung optisch und qualitativ ohne jeden echten Anlass zu Tadel.

Ausreichende Gesamtleistung für Officearbeiten

Bild: Notebookjournal.de/RT
Zepto Znote SL120: Für ein Subnotebook ungewöhnlich leicht zugängliche Slots.
Die flache Hülle des Winzlings integriert Intels erste Centrino-Architektur auf Basis des i855GME-Chipsatzes (Montara, 400 MHz FSB). Ein Strom sparender Intel Pentium M 713 Ultra Low Voltage (ULV) mit 1,1 GHz Taktfrequenz und 1 MByte Second-Level-Cache sorgt für akzeptable Rechenleistung. Der Hauptspeicher des Zepto Znote SL120 ist mit 256 MByte Kapazität aber recht knapp bemessen. Vor allem, da sich auch noch die Onboard-Grafik aus diesem Reservoir bedient. Der 333-MHz-RAM-Riegel ist fest auf der Hauptplatine verlötet. An der Geräteunterseite findet sich aber ein Wartungsdeckel, der nach dem Öffnen noch einen frei belegbaren Speicher-Slot offeriert.


Bild: Notebookjournal.de/RT
Zepto Znote SL120: Von der ganz kleinen Sorte - HDD im winzigen 1,8-Zoll-Format.
Bei den Massenspeichern darf man sich derzeit in der Klasse der Ultraportables (noch) keinen großvolumigen Illusionen hingeben. Das Zepto Znote SL120 integriert eine 40 GByte fassende Festplatte vom Typ Toshiba MK4004GAH, die wir bereits im Samsung Q30 Jamie vorfanden. Bei SiSofts Drive-Index zeigt sich die Toshiba MK4004GAH im Znote SL120 mit einem geringen Wert von 9,6 MByte/s als ziemlich langsam, was sich auch in der Praxis bestätig. Beim praktischen Arbeiten am Zepto Znote SL120 sind daher Wartezeiten beim Laden großer Dateien (umfangreiche Text- und Tabellekalkulationsdokumente, Videobearbeitung, usw.) hinzunehmen.

Der im Chipsatz integrierte Grafikkern Intel Extreme Graphics 2 zeigt hingegen bei typischen Büroprogrammen und einfachen Grafikapplikationen keine Atemprobleme und reicht für diese Anwendungsbereiche völlig aus. Aktuelle 3D-Spiele

Bild: Notebookjournal.de/RT
Zepto Znote SL120: Der Marken-DVD-Brenner von NEC residiert im eigenen Gehäuse.
schafft die Chipsatzgrafik hingegen natürlich nicht. Beim 3DMark 2001 erreichte die Chipsatzgrafik aber immerhin 2.184 Punkte, beim 3DMark 2003 hingegen reichte es nur noch für 112 Punkte. Ähnlich wie das Samsung Q30 Jamie und das Dell Latitude D410 verzichtet das Zepto Znote SL120 auf ein internes optisches Laufwerk. Dafür gehört ein externer 8facher DVD-Brenner ND-6500A von NEC zum Lieferumfang des Znote SL120 dazu. Damit kann der Anwender auch Double-Layer-Medien mit 2,4facher Geschwindigkeit brennen, selbst umfangreiche Sicherungsbackups sind also durchaus möglich. Wer auch unterwegs nicht auf die Vorzüge eines optischen Laufwerks verzichten will, darf allerdings die zusätzlichen 340 Gramm Handgepäck nicht scheuen.


Bild: Notebookjournal.de/RT
Zepto Znote SL120: Dieser winzige Akku kann gar nicht lange halten...
Beim für Subnotebooks und Ultraportables sehr wichtigen Bewertungspunkt der Akkulaufzeit bietet das Zepto Znote SL120 dann eine herbe Enttäuschung. Das ultraleichte Notebook hält nicht lange genug durch, um abseits der Steckdose wirklich ausdauernd damit arbeiten zu können. Nur rund 1,5 Stunden Akkulaufzeit messen wir beim Batterietest – ein sehr geringer Wert. Schuld an der Misere ist der von den Abmessungen her sehr kleine Lithium-Ionen-Akku des Zepto Znote SL120, der eine Kapazität von „nur“ 1.500 mAh bei einer Spannung von 14,8 Volt hat. Zepto Deutschland will das Notebook aber mit einem deutlich größeren Zweitakku ausliefern, der die komplette Unterseite des Notebooks einnehmen soll. In Kombination mit dem internen Akku sollen bei abgeschaltetem WLAN Akkulaufzeiten von sieben Stunden möglich sein. Das Gewicht soll bei 300 bis 400 Gramm liegen. Im hier angegebenen Preis ist dieser uns nicht vorliegende Zweitakku aber nicht enthalten. Mit Zusatzakku soll das SL120 1799 Euro kosten.

Bei der Geräusch- und Temperaturentwicklung kann das Zepto Znote SL120 hingegen wieder punkten. Trotz kleinem

Bild: Notebookjournal.de/RT
Zepto Znote SL120: Hinten links bläst der sehr leise Lüfter aus.
Mini-Lüfter bleibt auch sensiblen Ohren eine Lüfter-Drehzahlorgie erspart. Im Leerlauf und bei Officearbeiten ist der Lüfter praktisch unhörbar. Bei höherer Leistungsabgabe kann man bei sehr leisem Umgebungsgeräusch aber ein etwas hochfrequentes Surren vernehmen. Allenfalls dieses dezente Lüftergeräusch könnte einigen Anwendern Anlass zur Kritik geben. Dann bleibt aber definitiv nur der Griff zu komplett lüfterlosen Gerätedesigns, die wiederum sehr rar gestreut sind. Die Gehäusetemperaturen an der Oberschale bleiben überall im handwarmen Bereich: Bei intensiver Leistungsabgabe wurde die Tastaturmitte am „heißesten“ Punkt rund 38 Grad warm (aufgenommen mittels berührungsloser Infrarot-Messung).




 


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Kategorie:
Subnotebooks

Testergebnis
Subnotebooks
Zepto Znote SL120
ausreichend
Test vom 24.06.2006



PRO KONTRA

sehr geringes Gewicht
ultraflache Abmessungen
hochwertige Kunststoffmaterialien
stabiler LCD-Deckel
stabile und angenehme Tastatur
WLAN über Zusatzschalter an- und abschaltbar
kleines Touchpad
magere Gesamtleistung (geringer RAM)
1,5 Stunden Akkulaufzeit mit Standardakku
geringe Grundhelligkeit des LCDs
deutliche Blickwinkelabhängigkeit des Displays
ungleichmäßige Leuchtdichtenverteilung
rötlicher Farbstich und flaue Farbbrillanz des Displays
hoher Preis



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